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Offenbach hat eine neue Position für junge Kunst: "orth" ist der Name des Ausstellungsprojektes in der Frankfurter Straße 59, das nicht nur durch seine Neugründung, sondern auch durch sein Präsentationskonzept aufhorchen lässt.

Auf 200 Quadratmeter Grundfläche werden in vier Räumen künstlerische Einzelpositionen vorgestellt und in einem zentralen Raum als kuratierte Gemeinschaftspräsentation zusammengeführt. Spannung verspricht der Dialog zwischen der Selbstinszenierung der Künstler, die ihre Räume eigenständig bespielen, und der Ausstellung, die sich aus ausgewählten Werken zusammensetzt. Auch Gastkuratoren werden in Offenbach tätig sein. Das Jahresprogramm für 2010 sieht vier Ausstellungen vor.
Begonnen wird mit neuen Arbeiten von Nadine Röther (Objekte), Valentin Beinroth (Konzeptkunst), Joerg Obenauer (Lichtobjekte) und Philipp von Wangenheim (Objekte, Performance), alles bereits erfolgreiche junge Absolventen der Hochschule für Gestaltung in Offenbach.

Ermöglicht wurde dieser "orth für aktuelle kunst" von den Offenbacher Mäzenen Gisela Merkle und Herbert Aulich. Der dem Konstruktivismus verbundene Maler und Objektkünstler zählt zu den anerkannten Vertretern der deutschen Kunst der 60er Jahre. Gisela Merkle ist seit Jahren eine engagierte Sammlerin junger Kunst und war als Kieferorthopädin in Offenbach tätig. Das Ehepaar hat die Absicht, demnächst eine Stiftung als Träger des Kunstraums einzurichten. Unterstützt wird die Initiative zudem von der GOAB und der Pausch KG Hausverwaltung.

Eröffnet werden Kunstraum und Ausstellung am 6. Februar 2010 um 19 Uhr. Zur Vernissage sprechen Stephan Wildhirt, Bürgermeister und Kulturdezernent der Stadt Offenbach a.D., sowie Carsten Müller, Ressortleiter Kultur der Offenbach-Post. Kuratiert wird die Präsentation vom in Offenbach ansässigen Galeristen Thomas Hühsam und dem Künstler Oliver Raszewski.

Die Ausstellung ist vom 8. Februar bis zum 21. März 2010 zu besichtigen. Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag von 11 bis 14 Uhr sowie nach Vereinbarung.

Kontakt: info@netzwerk-international.de + T. 069/810044, Thomas Hühsam


Autor: Offenbach-Post, Carsten Müller